Interview mit Raphael Salles
Hersteller Interview / Waveboards 17.06.10
Waveboard ist nicht gleich Twintip. Deshalb haben wir begleitend zu unserer großen Waveboard Marktübersicht in Ausgabe 04-2010 Interviews mit Vertretern einiger Hersteller geführt, um die Unterschiede der jeweiligen Waveboards besser zu verdeutlichen. Bei F-One haben wir mit Inhaber und Wave-Guru Raphael Salles gesprochen.
Eure Range umfasst fünf verschiedene Waveboards. Warum habt ihr so viele Modelle?
Ganz einfach: weil es ziemlich viele Einsatzbereiche für Waveboards gibt. Dazu kommt noch das individuelle Gewicht und die Art der Welle, die man abreiten möchte. Also sucht man sich bei uns die richtige Gattung und dann die passende Größe aus. Ich sehe immer mehr Leute, die gleich mit zwei Waveboards an den Strand kommen.
Wie unterscheiden sich die Einsatzbereiche euer Boards?
Der 5´2´´er „Fish“ ist ein Leichtwindboard, auch wenn man das bei der Größe nicht vermuten würde. Durch seine hohe Geschwindigkeit eignet er sich für kleine, nicht so krafvolle Wellen. Das 5´8´´er und 5´10´´er „Signature“ sind klassiche Surfboardshapes in einer guten Größe für Trips zu europäischen Beach- und Reefbreaks. Rider unter 75 Kilogramm sollten zum 5´8´´er greifen, darüber zum 5´10´´er. Das 6´0´´er Signature kann mit Fußschlaufen wie das 5´10´´er genutzt werden oder strapless in großen Wellen zum Einsatz kommen. Wer ein Board zum strapless Kiten und Wellenreiten sucht, ist mit dem 6´2´´er „Surf“ bestens bedient. Ich empfehle es auch für Leute, die keine Directional-Erfahrung haben und das Halsen üben möchten. Die 6´9´´er „Gun“ eignet sich fürs Cruisen ohne Schlaufen in allen Windbedingungen und bei Kabbel, weil es wie ein Messer durchs Wasser schneidet. Für solche Bedingungen eignen sich auch der Fish und das 6´2´´er mit Schlaufen
Welche Besonderheiten hält die Konstruktionsweise bereit?
Klar ist, dass ein klassiches Surfboard den Belastungen beim Kiten nicht standhalten kann. Viele Kitesurfer denken, dass Waveboards genauso stabil sind wie Twintips. Wir mussten also eine neue Konstruktion entwickeln. Die Herausforderung war, ein Board zu schaffen, das bei Landungen nach hohen Sprüngen in einem Stück bleibt, die Dauerbelastung beim Fahren unbeschadet übersteht und trotzdem so leicht wie möglich ist. Bambus vereint diese Eigenschaften und sieht dazu noch schön aus. Unsere Bambus-Boards sind seit einem Jahr auf dem Markt und das Feedback ist sehr gut.
Weiter Informationen findet ihr unter www.f-onekites.com
Autor: Sören Otto
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