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Fly High In The BVI

- wie die Jungfrauen-Inseln zum Kitesurfen kamen 22.12.09

Normalerweise steigen in Sir Richard Bransons exquisiter Hotelanlage Necker Island russische Oligarchen und Hollywood-Stars ab. Jetzt soll eine Horde Kitesurfer über das karibische Eiland herfallen. Vom ersten bis fünften März werden die Britischen Jungferninseln Schauplatz für einen Wettbewerb der besonderen Art sein. Der britische Milliardär persönlich hat zum „BVI Kite Jam“ (B ritish V irgin I slands) aufgerufen, der im Kern ein Contest für Jedermann ist. Aber auch Profis wie Kristin Boese sind eingeladen.

Die Idee, einen Wettbewerb zu veranstalten, kam Virgin-Boss Richard Branson nach einer gemeinsamen Kite-Session mit Google-Gründer Larry Page. Die beiden Freunde waren gerade von Anegada, der nördlichsten Insel der BVI (gesprochen: Bee Wee Ei), nach Necker Island gekitet. Pünktlich zum Einsetzen der Dämmerung erreichten sie Bransons Privatinsel. „Bei einem oder auch mehreren Pina Coladas sponnen wir eine fixe Idee: Warum nicht ein Wettrennen zwischen den beiden Inseln veranstalten?“, so der abenteuerlustige Unternehmer beim offiziellen Start der Pressekampagne zum „BVI Kite Jam“. Der Grundgedanke war geboren. Als Richard seinem Kite-Lehrer Charlie diesen Vorschlag präsentierte, war dieser gleich Feuer und Flamme. „Mir war es schon immer ein Anliegen, die fantastischen Spots dieser Gegend mit den besten Kitern der Welt zu teilen.“, erklärt „Kite Jam“-Mitbegründer Charlie Smith sein Engagement. Er erweiterte Richards Vorschlag um den Freestyle-Aspekt und damit um die Einladung von Profis. Die beiden Engländer trafen sich in der Mitte, Bransons erfolgreiche Geschäftsstrategie „alle müssen Spaß haben“ kam zum Tragen. Denn die Pros sollen nicht untereinander antreten, sondern vielmehr eine gute Show abliefern und den Amateuren mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Natürlich hat Branson, dessen Virgin Mobile Ableger in Kanada bereits ein Team aus kitenden Frauen sponserte, für gleichberechtigt viele weibliche Kite-Pros gesorgt. Denn dass der junggebliebene Unternehmer nur zu gerne mit Frauen kitet, dürfte jedem bekannt sein, nachdem im Frühjahr ein frivoles Bild von ihm durch die weltweite Boulevard-Presse ging. Da hatte sich ein nacktes, kanadisches Topmodel am Rücken des kitesurfenden Sir Richard fest gekrallt. Ob Kristin Boese, Susi Mai, Tuva Jansen oder Gretta Kruesi dazu bereit sein werden, ist ungewiss. Die Vier werden aber bestimmt alles geben, um dieses Event auf Anhieb ein Erfolg werden zu lassen. Unterstützt werden sie dabei von Andre Phillip, Tom Court, Chris Burke und Madison Van Heurck. Letzterer ist auf den Britischen Jungferninseln aufgewachsen und hat sich längst einen Namen in der internationalen Kite-Szene gemacht.

Die Austragungsorte des Jams sind flexibel, beschränken sich aber auf Necker, Anegada und Mosquito Island. Wenn der in den Wintermonaten zuverlässig wehende Nordost-Passat tatsächlich mit um die 20 Knoten bläst, wird es zwischen den rund 20 Kilometer entfernten Inseln Necker und Anegada ein Distanzrennen geben, bei dem auch der 59-jährige Sir Richard starten wird. Anegada, die im äußersten Norden der Britischen Jungferninseln gelegene Insel ist von einem weitläufigen Riffgürtel umgeben - des einen Fluch, des anderen Segen. Zum einen brechen sauberen Wellen an der Riffkante, zum anderen lauern dort zahlreiche Wracks. Das glattgebügelte Wasser im Inneren schafft Lagunen, die so stechend türkis sind wie das Logo von Miami Vice. Auf Necker Island soll es bei konstanten Windverhältnissen ein Rennen um die Insel geben.

Pärchen mit dem nötigen Kleingeld können sich auf Richard Bransons Privatinsel Necker für 25.000 US-Dollar pro Woche einmieten, alle Annehmlichkeiten wie Transfer und Rundumversorgung inklusive. Hört sich astronomisch an, doch normalerweise kostet die gesamte Insel 30.000 US-Dollar – pro Tag. Dann lesen einem aber auch 60 Angestellte jeden Wunsch von den Lippen ab. Wer es etwas günstiger mag, aber nicht minder exklusiv, kann auf der in Sichtweite entfernten Insel Mosquito Island unterkommen. Der Bitter End Yacht Club betreibt hier eine wunderschön in die Hänge eingelassene Hotelanlage, die auf Wassersportler ausgerichtet ist. Buchbar ist der zum Hotel umfunktionierte Segelverein entweder direkt über www.beyc.com oder über Meier's Weltreisen oder Dertour. Potentielle “Kite Jammers” können sich auf www.bvikitejam.com für diesen einmaligen Wettbewerb registrieren.

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