Material — Softkites
Softkites besitzen ein ähnliches Erscheinungsbild wie Gleitschirme. Im Gegensatz zum Tubekite besteht der Softkite, der auch „Ram-Air“-Kite genannt wird, für den Wassereinsatz aus Luftkammern, die sich durch Wind füllen und nicht aufgepumpt werden müssen.
Definition ’ Softkites besitzen ein ähnliches Erscheinungsbild wie Gleitschirme. Im Gegensatz zum Tubekite besteht der Softkite, der auch „Ram-Air“-Kite genannt wird, für den Wassereinsatz aus Luftkammern, die sich durch Wind füllen und nicht aufgepumpt werden müssen. Die Luft wird durch Rückschlagventile im Kite gehalten, so dass ein Wiederstarten aus dem Wasser kein Problem ist. Das Profil besteht aus Ober- und Untersegel, die jeweils durch Ablaufkanäle von Wasser und Schmutz befreit werden können. Softkites sind überwiegend aus leichtem Spinnaker-Segeltuch gefertigt und besitzen daher ein sehr kleines Packmaß. In der Luft sorgt ein ausgeklügeltes Waageleinensystem für Profilstabilität, dadurch kann mehr Fläche im Wind stehen und das Profil deutlich effektiver genutzt werden. Softkites werden in der Regel zwei bis drei Quadratmeter kleiner geflogen als Tubekites. Der große Vorteil, den Softkites gegenüber allen anderen Kites haben: Sie können problemlos alleine gestartet und gelandet werden.
Aktuelle Entwicklung ’ Softkites gehen zwar mit dem Trend, bleiben sich aber dennoch treu. Der Markt für Softkites für den Wassereinsatz wird von
Flysurfer dominiert, einer deutschen Firma, die ihre Wurzeln im Paragliding hat. Mit dem „Psycho 4“ hat sie es geschafft, einen konkurrenzfähigen Freestyle-Softkite zu entwickeln. In ihrem Portfolio befindet sich aber ebenfalls das Nonplusultra für Leichtwind-Tage, der 19 Quadratmeter große „Silberpfeil“. Hersteller, die in erster Linie Tubekites anbieten, produzieren zunehmend ebenfalls Softkites – bislang allerdings ausschließlich für den Einsatz auf Schnee. In den meisten Fällen bieten sie Softkites mit offenen Luftkammern, sogenannte „Open-Cell-Kites“ an.
Zielgruppe ’ Softkites erfreuen sich gerade in Leichtwind-Revieren, wie etwa an Binnenseen, großer Beliebtheit. Mit der Leichtwind-Leistung eines Softkites kann kein Tubekite mithalten. Aber auch Individualisten, die ein hochtechnisches Produkt wollen, fühlen sich von den aerodynamischen Wunderwaffen angesprochen. Mittlerweile gibt es Softkites, die jegliche Könnensstufe ansprechen.
Softkites sind darüber hinaus für jene Kiter interessant, die ihren Kite auch an Land oder auf Schnee einsetzen möchten.


