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Fortgeschrittene — One-Foot

In anderen Board-Sportarten heißt dieser Sprung wegen der Kick-Bewegung auch „Judo Air“. Allerdings wird dann der vordere Fuß nach vorn gestreckt und nicht der hintere nach hinten. Also sollten wir in diesem Fall lieber bei der Bezeichnung One-Footer bleiben. Da dies ein Sprung mit Kite-Unterstützung ist, hängt das Gelingen dieses Manövers sehr von der Schirmsteuerung ab. Als Vorübung solltet ihr daher hohe Sprünge mit Tailgrab versuchen, bei denen die hintere Hand das Ende des Boards greift. Fahrt mit mittlerer bis hoher Geschwindigkeit an und positioniert euren Kite je nach Kite-Modell zwischen 12.30 und 13.30 Uhr. Lenkt den Kite dann synchron mit dem kräftigen Ankanten des Boards auf die 12-Uhr-Position zurück. Der Absprung sollte über die hinteren Finnen erfolgen. Dies erreicht ihr, indem ihr eine ähnliche Haltung wie beim Höhelaufen einnehmt: Gewichtsschwerpunkt leicht nach hinten verlagern, das hintere Bein strecken, das vordere leicht
anwinkeln. Nun müsst ihr euch durch die explosive Kraft des nach hinten gelenkten Kites aus dem Wasser reißen lassen. Zieht die Beine kurz nach dem Abheben an, damit ihr schneller aufsteigt und die hintere Boardkante leichter greifen könnt. Wollt ihr ganz sicher gehen, dass ihr euren Fuß rechtzeitig wieder in der Schlaufe versenkt, solltet ihr den One-Footer so früh wie möglich einleiten. In der Mitte der Sequenz ist sehr gut zu erkennen, wie Susi bereits am höchsten Punkt wieder ihren Fuß in Richtung Board bringt. Es kann nämlich sein, dass ihr zu Beginn Probleme habt, den Fuß auf Anhieb wieder in die Fußschlaufe zu stecken. Deswegen sollten eure Fußschlaufen nicht zu eng eingestellt sein. In der Regel ist es leichter und präziser, wenn ihr den Lenkbefehl erst dann einleitet, wenn beide Hände wieder an der Bar sind. Klar, könnt ihr wie Susi auch versuchen, den Kite nur mit der vorderen Hand herunter zu steuern. Susi ist allerdings eine sehr erfahrene Kiterin und bringt ihre hintere Hand erst kurz vor der Landung wieder an die Bar. Das gibt zwar Style-Punkte, sollte aber bei euren ersten Versuchen nicht im Vordergrund stehen. Achtet darauf, dass ihr euren Kite nicht unterfliegt. Das passiert, wenn der Kite zu spät oder gar nicht nach vorn gelenkt wird. Eine gute Orientierung ist der Nullpunkt des Sprungs, die höchste Stelle also. Hier solltet ihr einen vorsichtigen Lenkimpuls einleiten; nicht zu stark, sonst schießt ihr mit Karacho der Wasseroberfläche entgegen. Weich absetzen - das ist es, was der Kite machen soll. Das Tail setzt zuerst auf, danach folgt die restliche Boardfläche.