. .

Experten — KGB

Die Trickbezeichnung KGB lässt nur eine Assoziation zu. Ob diese gewollt ist, können wohl nur die beiden Namensgeber, die Wakeboarder Ryan Seibring und Gregg Necrason beantworten. Vielleicht behandelten sie die Trickformel mit der Verschwiegenheit eines Agenten und versprachen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber russischen Wakeboardern - Genaues weiß man nicht. Mittlerweile ist die Ausführung aber kein Geheimnis mehr. Für den KGB gilt im Grunde genommen dasselbe wie für die in der Luft umgegriffene Backroll to Blind. Den kleinen aber feinen Unterschied erläutert Bibi: „Ihr braucht mehr Power! Deswegen müsst ihr mit höherer Geschwindigkeit anfahren und den Kite von vornherein niedrig halten. Dadurch könnt ihr wiederum stärker Ankanten und mehr Höhe erzielen. Die schnellere Körperdrehung kommt dann von ganz allein.“72

Der Stand des Kites ist mit der Elf-Uhr-Position auch für den KGB gut gewählt. Falle ein wenig ab und kannte dann wieder stark an. Durch das Ankanten entwickelt sich ein hoher Zug über die Leinen und auf der Boardkante. Ist der Moment des maximalen Zuges erreicht, springst du ab und leitest die Backrotation ein. Das Einleiten der Rotation geschieht durch die Blickführung über die rechte Schulter. Auf der Hälfte der Rotation übergibst du die Bar. Das Durchreichen der Bar funktioniert besonders einfach, wenn du dich in einer Kopfüber-Position befindest. Stoppe daraufhin die Rotation, indem du die Blickrichtung änderst und über die linke Schulter schaust. Nachdem du die Bar übergeben hast, drehst du wieder in Fahrtrichtung und visierst den Landepunkt an. Versuche möglichst schnell, die andere Hand wieder an Bar zu bekommen, damit du den Kite nach unten lenken kannst und nach der Landung keinen Speed verlierst.